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„Niemals habe ich soviel gedacht, niemals so richtig gelebt, nie bin ich so ich selbst gewesen wie auf Reisen. Wenn ich am gleichen Fleck bleibe, kann ich nicht denken. Es ist notwendig, dass mein Körper sich bewegt, um meinen Geist zu bewegen. Der Blick auf die Landschaft, der Reigen lieblicher Aussichten, die freie Luft, die Abschüttelung all dessen, was mich in Abhängigkeit hält, weitet meine Seele und macht mich kühn im Denken.“ Jean Jacques Rousseau
Es ist eine Art Virus, den man sich irgendwann eingefangen hat, und den man mit medizinischen Mitteln nicht behandeln kann. Die Sehnsucht nach dem Reisen ist nur heilbar durch das Reisen selbst, und in Zeiten, in denen man nicht reisen kann, verschafft es zumindest Linderung, schon mal ein Flugticket in der Tasche zu haben. Ich bin eindeutig infiziert. Was mich treibt ist die Neugier auf die Welt, die Lust auf Begegnungen mit Menschen, das Interesse an Kulturen, Religionen und vor allen an Geschichten. Wie viele Geschichten warten darauf gehört und erzählt zu werden? Und eigentlich müsste man das Reisen als Hauptberuf betreiben.
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